Glossar zum Vernetzten Denken und Handeln von Prof. Dr. Reinhard Lindig


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Wort Definition
Selbstorganisation das Zusammenwirken von Elementen nichtlinearer, dynamischer Systeme in Form von irreversiblen Prozessen führt zu > komplexeren Strukturen < des Gesamtsystems.
Simulation das Durchspielen verschiedener Entwicklungsmöglichkeiten am Computer. S. hat zum Ziel, das Verhalten eines > Systems < mit Hilfe eines Modells, z. B. ein Wirkungsnetz zu untersuchen, um > Wissen < für optimale Strukturen und Prozesse zu entwickeln. S. ist ökonomischer, risikoärmer und überschaubarer als Untersuchungen am Original.
Simulator Computerprogramm, mit dem das Verhalten existierender oder projektierter Systeme in ihren wesentlichen Aspekten als > virtuelle Realität < abgebildet werden kann.
Steuerung Durch konkrete Einflußnahme wird ein zukünftiger Systemzustand auf ein gegebenes Ziel hin hergestellt. Das erfolgt mittels steuernder > Elemente <, die in Hinblick auf ein Ziel frei erzeugt wurden. Ein Element a steuert ein Element b, wen a rückwirkungsfrei auf b wirkt.
Struktur > Elemente < und > Beziehungen < eines > Systems <, die eine spezifische Qualität aufweisen und als solche eine Einheit bilden.
System ein > Netz < von Beziehungen zwischen > Elementen <, welches diese zu einem Ganzen ordnet. Ein S. setzt sich stets mit seiner Umwelt auseinander, grenzt sich von dieser ab und entwickelt seine innere Systemstruktur.
System, dynamisches ein > offenes oder geschlossenes System <, in dem > Ereignisse < stattfinden, die dessen Zustand im Zeitablauf ändern.
System, komplexes ist gekennzeichnet durch eine Vielfalt der Veränderungsmöglichkeiten der > Elemente < im Zeitablauf und der Veränderlichkeit der > Wirkungsverläufe < zwischen den Elementen.
System, kompliziertes ist gekennzeichnet durch Art der Zusammensetzung in der Anzahl und Verschiedenheit der > Elemente < und der Anzahl und Verschiedenheit der Beziehungen zwischen den Elementen.
Systemdenken Instrument für > Problemlösungen < und bietet dabei Hilfen für folgende Aktivitäten: Problemerkenntnis, Modellierung der wichtigsten > Wirkungszusammenhänge <, Zerlegung des komplexen Problems in kontrollierbare Teilprobleme, Erarbeitung miteinander abgestimmter Teillösungen und Kontrolle der System-Umwelt-Beziehung.
Szenarien sind ein Bündel von plausiblen und in sich schlüssiger Annahmen zur künftigen Entwicklung in Politik, Wirtschaft oder Wissenschaft. Sie sind eine wichtige Grundlage für Planungs- und Entscheidungsprozesse und werden dabei auch für die > Simulation < genutzt.



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